| Akkreditierung (accreditation) |
Verfahren, das ein IT-System zum Betrieb in einer speziellen
Umgebung freigibt |
| Applikation (application) |
(auch: IT-Applikation, Anwendung, IT-Anwendung)Einsatz eines
IT-Systems zur Erfüllung von Aufgaben, die in einem eingegrenzten
fachlichen Bereich liegen und durch gemeinsame Merkmale ausgezeichnet
sind |
| Auswirkung (impact) |
Folgen eines unerwünschten Vorfalls |
| Authentizität (authenticity) |
Eigenschaft, die sicherstellt, dass die von einem Subjekt oder
einer Ressource behauptete Identität zutrifft. Authentizität betrifft
Entitäten wie Benutzer, Prozesse, Systeme und Informationen. |
| Authentisierung (authentication) |
Nachweis der angegebenen Identität |
| Bedrohung (threat) |
möglicher Anlass für ein unerwünschtes Ereignis, das zu einem
Schaden des Systems oder der Organisation führen kann |
| bedrohtes Objekt (asset) |
(auch als "Wert" bezeichnet)alles, was für die Organisation
schutzbedürftig ist |
| CERT |
Computer Emergency Response Team;Gruppe von Personen, die die
Ursachen und Auswirkungen von sicherheitsrelevanten Vorfällen
aufzeichnet und analysiert und Hilfestellung bei ihrer Behandlung
gibt. |
| Entität (entity) |
genau abgrenzbares Exemplar von Personen, Systemen, Begriffen
etc. |
| Evaluation (evaluation) |
Prüfung und Bewertung eines IT-Systems oder eines IT-Produktes
anhand definierter Evaluationskriterien (z.B. ITSEC, Common
Criteria) |
| FIS (Facility Security Clearance Information Sheet) |
Die Bestätigung über den positiven Abschluss der
Sicherheitsüberprüfung. Die Sicherheitsunbedenklichkeitsbescheinigung
wird durch das ISB ausgestellt. |
| Grundschutz (baseline security) |
Schutzmaßnahmen, die ein angemessenes Sicherheitsniveau für
IT-Systeme mit mittlerem Schutzbedarf gewährleisten |
| Grundschutzanalyse |
Risikoanalyse für IT-Systeme, die von einer pauschalisierten
Gefährdungslage ausgeht; Ergebnis ist eine Liste von umzusetzenden
Standardsicherheitsmaßnahmen |
| Identifikation (identification) |
Bestimmung der Identität eines Subjektes bzw. Objektes |
| Informationssicherheit (information security) |
Sammelbegriff aller Aspekte zum Schutz von Information vor
Verlust, unbefugter Veränderung und unbefugter Kenntnisnahme; umfasst
sowohl elektronisch gespeicherte und verarbeitete Information als auch
Information in verbaler oder schriftlicher Form |
| Integrität (integrity) |
Unverfälschtheit und Korrektheit von Daten bzw. Systemen |
| ISB |
Büro der Informationssicherheitskommission, Bundeskanzleramt, 1014
Wien, Ballhausplatz 2 |
| ISK |
Informationssicherheitskommission, Bundeskanzleramt, 1014 Wien,
Ballhausplatz 2 |
| IT-Sicherheit (IT security) |
alle Aspekte in Verbindung mit der Definition, Erreichung und
Aufrechterhaltung von Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit,
Zurechenbarkeit, Authentizität und Zuverlässigkeit in einem
IT-System |
| IT-Sicherheitspolitik, organisationsweite (IT
security policy, corporate) |
Leitlinien und Vorgaben, die grundlegende Ziele, Strategien,
Verantwortlichkeiten und Methoden für die Gewährleistung der
Informationssicherheit in einer Organisation festlegen |
| IT-Sicherheitskonzept (IT security concept) |
Summe von (geplanten und realisierten) Maßnahmen verschiedener
Art, die erst in ihrer Kombination die gewünschte Schutzwirkung
ergeben; die Erstellung eines IT-Sicherheitskonzeptes umfasst
Festlegung von Maßnahmen, Restrisikoakzeptanz und Erstellung von
Sicherheitsrichtlinien und eines Sicherheitsplanes |
| ITSOA, SOA (IT - System Operational Authority) |
Verantwortliche Stelle für Implementierung und Betrieb eines
(IT-)Systems innerhalb eines Unternehmens. Die SOA ist für alle
Sicherheitsmaßnahmen und für die Erstellung der SSRS und der SecOPs
verantwortlich. |
| IT-System (IT system) |
Kombination von Hard- und Software mit einem bestimmten Zweck und
einer spezifischen Betriebsumgebung |
| Objekt (object) |
passive Entität, die Informationen enthält oder empfängt |
| Objekt, bedrohtes |
s. bedrohtes Objekt |
| Restrisiko (residual risk) |
Risiko, das nach der Umsetzung von Schutzmaßnahmen verbleibt |
| Risiko (risk) |
Maß für die Gefährdung, die von einer Bedrohung ausgeht |
| Risikoanalyse (risk analysis) |
Prozess, der die Sicherheitsrisiken identifiziert, ihre
Größenordnung bestimmt und die Bereiche identifiziert, die
Schutzmaßnahmen erfordern |
| Risikomanagement (risk management) |
Methodisches Vorgehen zur Erkennung, Bewertung, Handhabung und
Reduktion von Risiken |
| SAA (Security Accreditation Authority) |
Akkreditierungsstelle für IT-Sicherheit; Sie hat unter anderem die
Aufgabe, die Verarbeitung von EU-Verschlusssachen zu genehmigen. In
Österreich wird die Funktion der SAA von der ISK / Büro der
Informationssicherheitskommission (ISB) wahrgenommen. Das Verzeichnis
der nationalen Sicherheitsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten kann dem
Ratsbeschluss [EU2004] entnommen werden. |
| SAL (Security Aspects Letter) |
In den Vertragsbeziehungen zwischen Auftraggeber und
Auftragnehmer, bzw. Subauftragnehmern, werden alle
Sicherheitsanforderungen in einem sogenannten „Security Aspects
Letter“ (SAL) festgelegt. Dieser kann je nach Projekt unterschiedliche
Anforderungen beinhalten. Als Beispiel wird ein SAL der NATO in Anhang
1 wiedergegeben. |
| Schaden (damage) |
Minderung des Wertes eines Objektes bei Eintritt einer
Bedrohung |
| Schutzbedarf |
Maß für die möglichen Schäden, die beim IT-Einsatz entstehen
können, und für die Notwendigkeit, den Eintritt solcher Schäden zu
verhindern |
| Schutzbedarfsfeststellung (high level risk analysis) |
Ermittlung des Schutzbedarfes für ein IT-System; im Fall eines
kombinierten Risikoanalyse-Ansatzes können etwa die
Schutzbedarfskategorien "niedrig bis mittel" und "hoch bis sehr hoch"
oder "normal", "mittel" und "hoch" unterschieden werden. |
| Schutzmaßnahme (safeguard) |
Verfahrensweise oder Mechanismus zur Verringerung von Risiken |
| Schwachstelle (vulnerability) |
Sicherheitsschwäche eines oder mehrerer Objekte, die durch eine
Bedrohung ausgenutzt werden kann |
| SecOP (Security Operating Procedures) |
Sicherheitsbezogene Betriebsverfahren mit einer detaillierten
Beschreibung der vorgesehenen Abläufe, der Sicherheitseigenschaften
eines Systems und der Verantwortlichkeiten des Personals. SecOPs
bilden die Grundlage einer Akkreditierung. |
| Sicherheitsmanagement (security management) |
kontinuierlicher Prozess zur Gewährleistung von Vertraulichkeit,
Integrität, Verfügbarkeit, Zurechenbarkeit, Authentizität und
Zuverlässigkeit von IT-Systemen |
| Sicherheitsmaßnahme (safeguard) |
s. Schutzmaßnahme |
| Sicherheitsrichtlinie |
Leitlinien, Regeln und Praktiken, die vorschreiben, in welcher
Weise sensitive Informationen und Betriebsmittel innerhalb eines
bestimmten IT-Systems behandelt, geschützt und verteilt werden |
| Sicherheitsunbedenklichkeitsbescheinigung |
s. FIS (Facility Security Clearance Information Sheet) |
| SSRS (System-Specific Security Requirement Statement) |
Systemspezifische Sicherheitsanforderungen; Die SSRS wird zwischen
der für den Betrieb des Systems zuständigen Stelle (SOA) und der SAA
verbindlich vereinbart und bei der Akkreditierung des Systems zugrunde
gelegt. Die SSRS ist eine vollständige und ausführliche Festlegung der
einzuhaltenden Sicherheitsgrundsätze und der zu erfüllenden
Sicherheitsanforderungen. Eine SSRS bezieht sich immer auf ein
bestimmtes konkretes Projekt. |
| Subjekt (subject) |
aktive Entität, normalerweise in der Form einer Person, eines
Prozesses oder von Geräten |
| Verfügbarkeit (availability) |
Eigenschaft, auf Verlangen einer berechtigten Entität zugreifbar
und benutzbar zu sein |
| Vertraulichkeit (confidentiality) |
Eigenschaft, dass Information nur befugten Entitäten in der
zulässigen Weise zugänglich ist |
| Vertrauenswürdigkeit (assurance) |
Eigenschaft, die das Maß an Vertrauen ausdrückt, das man in die
Sicherheit eines IT-Systems haben kann |
| Virus (virus) |
(auch: Computer-Virus) Nicht selbständige Programmroutine, die
sich selbst reproduziert und dadurch vom Anwender nicht
kontrollierbare Manipulationen in Systembereichen, an anderen
Programmen oder deren Umgebung vornimmt |
| Zertifizierung (certification) |
Formale Erklärung, die die Ergebnisse einer Evaluierung und die
ordnungsgemäße Anwendung der benutzten Evaluationskriterien
bestätigt |
| Zugriff (access) |
Vorgang, der einem Nutzer Daten, Programme oder Ressourcen eines
IT-Systems zugänglich macht. Dieser Vorgang kann beispielsweise
lesend, schreibend oder ausführend erfolgen. |
| Zurechenbarkeit (accountability) |
Eigenschaft, die sicherstellt, dass die Aktivitäten einer Entität
eindeutig auf diese Entität zurückgeführt werden können |
| Zutritt (access) |
Betreten von Bereichen (z.B. Räumen), in denen Teile des
IT-Systems aufgestellt sind, durch Personen |
| Zuverlässigkeit (reliability) |
Eigenschaft eines gleich bleibenden, beabsichtigten Verhaltens und
Ergebnisses |