-<title uid="12" uv="1">
<name>Vorwort (Management Summary)</name>
</title>
<abstract uid="51" uv="1">Mehr denn je ist uns bewusst:
Informationen sind Werte. Wir besitzen sie aus unterschiedlichen Gründen -
weil wir für ihre Verwahrung oder Verarbeitung Verantwortung tragen, weil
wir aus ihnen einen Vorteil ziehen, weil ihre Kenntnis uns vor Schaden
bewahrt und noch viel mehr. Gehen sie uns verloren, werden sie gestohlen,
sind sie falsch oder einfach nicht auffindbar, wenn wir sie benötigen, dann
erleiden wir Schaden - die Palette reicht von geringfügig bis
existenzbedrohend. </abstract>
<abstract uid="51" uv="1">Das ist zwar nichts
Neues, dennoch ist es der zentrale und immer wichtiger werdende Aspekt der
Informationssicherheit. Niemand bestreitet das, aber wie viel sind wir
bereit, in den Schutz unserer Informationen zu investieren und was ist im
speziellen Fall die optimale Lösung? Hier wird es schon differenzierter, das
zeigen entsprechende Umfragen immer wieder.</abstract>
<detailed uid="15" uv="1">Aus der Fülle möglicher Bedrohungen und der Fülle möglicher
Gegenmaßnahmen methodisch diejenigen identifizieren zu helfen, welche für
ein spezielles Szenario beachtet werden sollen bzw. müssen, war von Beginn
an die Zielsetzung dieses Handbuches. Ausgehend von seiner ersten Version
(„IT-Sicherheitshandbuch für die öffentliche Verwaltung“), die sich am
Sicherheitsbedürfnis öffentlicher Einrichtungen orientiert hat, wurde beim
„Österreichischen IT-Sicherheits¬handbuch“ dem steigenden Interesse aus der
Wirtschaft Rechnung getragen, um in der vorliegenden Version
„Österreichisches Informationssicherheitshandbuch“ auf die umfassende
Bedeutung von Information - unabhängig von ihrer Gestalt -
einzugehen.</detailed>
<detailed uid="2100" uv="1">Selbstverständlich
betreffen solche Weiterentwicklungen vor allem die Inhalte: Ist es doch die
rasante Entwicklung im Bereich der Informationstechnologie (IT), welche
sowohl in der öffentlichen Verwaltung als auch in der Privatwirtschaft zu
bemerkenswerten Innovationsschüben führt, sowohl für die rechtmäßigen
Besitzer/innen der Information wie auch für die potentiell unrechtmäßigen.
Es gibt nicht nur immer wieder neue Technologien, sondern auch völlig neue
Anwendungsgebiete wie z.B. E-Government. Die steigende Vernetzung führt
dazu, dass Information „ortslos“ wird - es ist unerheblich wo diese bzw.
ihr/e Nutzer/in sich gerade physisch befinden. </detailed>
<detailed uid="2101" uv="1">Gleichzeitig steigt das Risikopotential. Am Beispiel der
Spam-E-Mails kann man erkennen, wie schnell ein zunächst harmlos
erscheinendes Phänomen zu einem massiven Problem wurde. Und schließlich ist
es immer noch die Person, der besonderes Augenmerk zu schenken ist - sie
entwickelt sich nicht so rasant weiter wie die Technik; auf „typische“
Verhaltensmuster ist Verlass - sonst wären E-Mail-Würmer oder die jüngsten
Phishing-Angriffe nicht so problematisch.</detailed>
<detailed uid="2102" uv="1">Ein Sicherheitshandbuch kann somit seinen Zweck nur dann erfüllen,
wenn es regelmäßig der aktuellen Entwicklung Rechnung trägt und daher immer
wieder überarbeitet, ergänzt und ggf. neu ausgerichtet wird. Das war die
Motivation, die vorliegende Version herauszugeben.</detailed>
<detailed uid="2103" uv="1">Schwerpunktmäßig soll damit Unterstützung geboten werden,
um:</detailed>
-<itemize uid="16" uv="1">
<item>relevante Sicherheitsziele und -strategien zu ermitteln,</item>
<item>eine organisationsspezifischen Informationssicherheitspolitik zu
erstellen,</item>
<item>spezifisch geeignete Sicherheitsmaßnahmen auszuwählen und zu
realisieren,</item>
<item>Informationssicherheit im laufenden Betrieb zu
gewährleisten,</item>
<item>Kenntnis international üblicher Good-Practices im Bereich der
Informationssicherheit zu erlangen.</item>
</itemize>
<detailed uid="17" uv="1">Das Informationssicherheitshandbuch
besteht aus zwei Teilen:</detailed>
-<detailed uid="18" uv="1">
Der erste Teil
<emphasize level="0">"Informationssicherheitsmanagement"</emphasize>
beschreibt den grundlegenden Vorgang, Informationssicherheit in einer
Behörde, Organisation bzw. einem Unternehmen zu etablieren und bietet eine
konkrete Anleitung, den
<emphasize level="0">umfassenden und
kontinuierlichen Sicherheitsprozess</emphasize>
zu entwickeln.
</detailed>
-<detailed uid="19" uv="1">
Der zweite Teil mit dem Titel
<emphasize level="0">"Informationssicherheitsmaßnahmen"</emphasize>
beschreibt die
konkreten Einzelmaßnahmen auf organisatorischer, personeller,
infrastruktureller und technischer Ebene, sodass den spezifischen
Bedrohungen
<emphasize level="0">angemessene
Standardsicherheitsmaßnahmen</emphasize>
für IT-Systeme und Informationen
entgegengesetzt werden können. Dabei wird besonders auf die spezifisch
österreichischen Anforderungen, Regelungen und Rahmenbedingungen, aber auch
auf die durchgängige Einbeziehung des gesamten Lebenszyklus der jeweiligen
Systeme, von der Entwicklung bis zur Beendigung des Betriebs, eingegangen.
Ein eigenes Kapitel wurde der "Industriellen Sicherheit" gewidmet, das
Unterstützung für die Erstellung einer
Sicherheitsunbedenklichkeitsbescheinigung und eine Übersicht aller für
industrielle Sicherheit relevanten Vorgabedokumente aus dem nationalen, EU-
und NATO-Bereich gibt. Als komfortable Erleichterung bietet die
elektronische Version des Handbuchs die Möglichkeit, automatisiert die für
spezielle Szenarien notwendigen bzw. maßgeblichen Kapitel auswählen zu
lassen, indem zuvor organisationsbedingte Parameter vorgegeben werden.
</detailed>
-<paragraph uid="2105" uv="1" version="2.3.000">
-<title uid="2106" uv="1">
<name>Neuerungen in der Version 2.3</name>
</title>
<detailed uid="2107" uv="1">Das frühere IT-Sicherheitshandbuch
wurde zum Informationssicherheitshandbuch weiterentwickelt. Das primäre
Thema ist daher die Sicherheit der Information unter Verwendung sicherer
Technologien, welche auch über die reine Informationstechnologie
hinausgehen. Informationssicherheit bedeutet auch Umgang mit klassifizierten
Informationen (nach nationalen, EU- und NATO-Vorgaben). Hievon sind vor
allem Behörden und solche Unternehmen betroffen, welche bei Ausschreibungen
mit klassifizierten Informationen zu tun haben. Die industrielle Sicherheit
wird in einem eigenen Kapitel des Informationssicherheitshandbuches
behandelt.</detailed>
<detailed uid="2108" uv="1">Die Bedürfnisse der
Wirtschaft bzw. Industrie werden in allen Teilen berücksichtigt: so wurde
die elektronische Form so umgestaltet, dass eine einfache Anpassung und
Adaptierung an die Anforderungen von Unternehmen möglich ist. Die Maßnahmen
für Checklisten können nun auf drei Detaillierungsebenen ausgewählt werden.
Die elektronische Version kann nun noch einfacher lokal auf einem
Anwender-PC oder in einem Behörden- oder Firmennetzwerk installiert werden.
Mit der Einarbeitung der aktuellen IKT-Board Beschlüsse ist nun auch der
Teil 2 wieder auf dem aktuellsten Stand für den Einsatz in der Verwaltung.
</detailed>
</paragraph>
-<paragraph uid="20" uv="1" version="2.1.001">
-<title uid="21" uv="1">
<name>Anwendungsbereich</name>
</title>
<detailed uid="22" uv="1">Das Informationssicherheitshandbuch
versteht sich als Sammlung von Leitlinien und Empfehlungen, die entsprechend
den spezifischen Anforderungen und Bedürfnissen in einer Einsatzumgebung
angepasst werden müssen. Es stellt eine Ergänzung zu den bestehenden
Regelungen und Vorschriften (Datenschutzgesetz,
Informationssicherheitsgesetz, Verschlusssachenvorschriften, Amtsgeheimnis,
...) dar und setzt diese weder außer Kraft noch steht es zu ihnen im
Widerspruch.</detailed>
-<detailed uid="23" uv="1">
<emphasize/>
Durch die Aktualisierung und Erweiterung auf
Informationssicherheit stellt das Informationssicherheitshandbuch nun für
eine noch breitere Zielgruppe das ideale Informationssicherheits-Werkzeug
dar.
</detailed>
</paragraph>
-<paragraph uid="24" uv="1" version="2.1.001">
-<title uid="25" uv="1">
<name>Kompatibilität mit internationalen Aktivitäten</name>
</title>
<detailed uid="26" uv="1">Seit einigen Jahren werden auf
nationaler und internationaler Ebene verstärkt Anstrengungen unternommen,
einheitliche methodische Vorgehensweisen zur Etablierung von
Informationssicherheit sowie Standard-Maßnahmenkataloge zu erarbeiten. Im
Informationssicherheitshandbuch wird versucht, diesen internationalen
Entwicklungen so weit wie möglich Rechnung zu tragen. Bei der Erstellung der
Vorgehensweisen und Maßnahmenbeschreibungen wurde daher auch auf bewährte
und etablierte Quellen zurückgegriffen, die im Einzelnen im Anhang des
Handbuches angeführt sind. Insbesondere darf dem deutschen Bundesamtes für
Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für dessen Zustimmung zur
Nutzung des Grundschutzhandbuches gedankt werden, das eine wichtige Basis
für das vorliegende Handbuch darstellt. Im Bereich der
Informationssicherheit bzw. für die industrielle Sicherheit sind die
Vorgabedokumente der EU und NATO maßgeblich.</detailed>
</paragraph>
-<paragraph uid="27" uv="1" version="2.1.001">
-<title uid="28" uv="1">
<name>Sicherstellung der Aktualität</name>
</title>
<detailed uid="29" uv="1">Um die Aktualität der beschriebenen
Maßnahmen sicherzustellen, wird das Österreichische
Informationssicherheitshandbuch regelmäßig überarbeitet und aktualisiert.
Von besonderer Bedeutung ist dabei ein Feedback über die Erfahrungen mit der
Anwendung des Handbuches in der Praxis. Alle Personen, die das Handbuch
anwenden, werden daher eingeladen, diesbezügliche Anregungen und Erfahrungen
jenen, die das Handbuch verfasst haben, mitzuteilen.</detailed>
</paragraph>
</chapter>